Seit 1991 die einzige deutsch-ungarische Gesellschaft mit Sitz in der deutschen Hauptstadt

Sitz der Gesellschaft: Collegium Hungaricum, 10178 BERLIN-MITTE
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ALLGEMEINES ZUR ARBEIT DER DUG

Die Aktivitäten der DUG im allgemeinen

Die DUG erreicht ihre Ziele durch Austausch, Begegnung und Zusammenarbeit von Deutschen und Ungarn. Sie arbeitet eng mit den in diesen Bereichen tätigen Institutionen und Organisationen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene zusammen. Sie befürwortet dabei keine ungarnisolierte Darstellung, sondern sieht das Land eingebettet in den Karpatenbogen und in seinem Verhältnis zu den Anrainerstaaten; soweit diese in Berlin durch bi-nationale Vereine vertreten sind, führt die DUG fallweise mit ihnen Kooperationsveranstaltungen durch.

Die DUG mußte 1999 nach Aufforderung des zuständigen Finanzamtes auf Grund der Gemeinnützigkeitsregeln zwischen einer volksbildenden und völkerverbindenden Informationsarbeit und den früher von ihr ebenfalls wahrgenommenen sozial ausgerichteten Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen wählen. Wegen der größeren und variabler zu gestaltenden Wirkungsmöglichkeiten hat sie sich für die Informationstätigkeit entschieden, die zudem breitere Kreise der Bevölkerung ansprechen und damit die Mitgliederbasis stabilisieren kann.

Mit dieser Tätigkeit nimmt die DUG eine stetig wachsende Brückenfunktion wahr – und zwar in beiden Richtungen, von Deutschland nach Ungarn und von Ungarn nach Deutschland – und wird diesem Anspruch mit durchschnittlich 40 Veranstaltungen pro Jahr vor allem in Deutschland, aber auch in Ungarn gerecht (in den Jahren 2010 und 2011 waren es in beiden Ländern 55 bzw. 65 Veranstaltungen). Die Tragfähigkeit dieser Brückenfunktion zeigt sich auch z. B. an den DUG-eigenen Veröffentlichungen, die mit wissenschaftlichem Anspruch und bei sehr fachspezifischem Inhalt hin und wieder auch mit populärwissenschaftlicher Ausrichtung verlegt werden.

Die Jahresprogramme der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft umfassen (neben weiteren Themen sowie auch teilweise in Kooperation mit anderen bi-nationalen Gesellschaften)

  • Vortrags- und Diskussionsabende zur Geschichte und Politik Ungarns, insbesondere im Verhältnis zu Deutschland und zu den Nachbarländern Ungarns sowie mit einem Schwerpunkt bei der Aufarbeitung der mehr als 170 Jahre osmanischer Besatzung in der Frühen Neuzeit und des Verhältnisses Ungarns zum Habsburgerreich,
  • Vorträge und Analysen zur europäischen Integration und zur Arbeit Ungarns in der Europäischen Union unter politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekten,
  • Informationsveranstaltungen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Ungarns mit seinen Nachbarländern (z. B. im Bereich der Euroregionen; Minderheitenpolitik im Donau-Karpatenraum; Wirtschaft),
  • Informationsveranstaltungen zu deutsch-ungarischen und ungarisch-deutschen Wirtschaftsthemen,
  • Veranstaltungen zu spezifisch ungarischen Themen (z. B. Minderheitenpolitik in Ungarn; Ungarns Parteien; Ungarns Rechts- und Wirtschaftssystem) oder zu tagesaktuellen Themen, wie sie sich kurzfristig aus Regierungshandeln oder parlamentarischen Gesetzesbeschlüssen (z. B. im Verfassungsrecht) ergeben,
  • Vortragsreihen, die seit mehreren Jahren bestehen und die von Fall zu Fall fortgeführt werden (z. B. als am längsten laufende Reihe "Ungarns Nachbarn", zum Teil konkretisiert anhand von den im 3. Punkt aufgeführten Einzelveranstaltungen, soweit Fragen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit betroffen sind; die 1997/98 begonnene und damit zweitälteste Reihe zur "Geschichte und gegenwärtigen Situation der Zigeuner (Roma)" in Ungarn und vergleichend in den Nachbarländern; ferner: "Ökologie in Ungarn"; "Bau- und Stadtplanung in Ungarn"; "Ungarn und seine Nachbarn in der Zwischenkriegszeit"; "Ungarns Parteienlandschaft in Geschichte und Gegenwart)",
  • Veranstaltungen anläßlich von Jahrestagen historischer Ereignisse (z. B. ungarische Staatswerdung um das Jahr 1000; Revolution von 1848/49; wichtige Daten der beiden Weltkriege und in der Zwischenkriegszeit; Ungarnaufstand 1956; "Wendejahr" 1989) und von nationalen Feier- und Gedenktagen,
  • Lesungen ungarischer Autoren, Ausstellungen und andere kulturelle Aktivitäten (z. B. Konzert- und Filmabende),
  • ein eigenes Stipendienprogramm, in dessen Rahmen jährlich fünf bis sechs finanziell dotierte Auszeichnungen und Stipendien an der deutschsprachigen Gyula-Andrássy-Universität in Budapest, ferner ein "Erlaßstipendium" (im Gegenwert der Semesterstudiengebühren) für ein Mitglied der ungarischen Bevölkerungsgruppen in Siebenbürgen mit Studienplatz in Ungarn vergeben werden; die Zuerkennung von Stipendien und von Preisen erfolgt nicht unter Berücksichtigung sozialer Komponenten, sondern ausschließlich nach Studienerfolgen, worüber eine unabhängige Vergabekommission nur nach Kriterien herausragender Leistungen entscheidet,
  • finanzielle Zuschüsse für Übersetzungen, Lektorate und Druckkosten zur Förderung des Erscheinens ungarischer Publikationen auf deutsch,
  • Stipendien für ein konkretes Forschungsvorhaben (meist im Rahmen von Dissertationen), das jüngere Wissenschaftler aus Ungarn an deutschen Universitäten durchführen wollen,
  • die jährlich drei- bis viertägigen Konferenzen des von der DUG begründeten FORUMS HUNGARICUM als einer Plattform für Nachwuchs- und arrivierte Wissenschaftler verschiedener Disziplinen, die sich mit ungarischen Themen befassen (Sprach-, Geschichts-, Wirtschafts-, Rechts- und Politikwissenschaftler u. a.); die bisherigen Konferenzen fanden statt in Berlin (2010), Budapest (2011), Komárno / Komárom / Komorn (Südslowakei 2012), Ilok / Újlak (Ostkroatien 2013), Ostungarn (geplant für 2014)
  • die Herausgabe eigener Publikationen in lockerer Folge (unter anderem seit 2002 die "Almanach" genannten Jahrbücher, in denen Teile der DUG-Veranstaltungen dokumentiert und ergänzend Beiträge zu Themen mit Ungarnbezog aufgenommen werden), ferner die Sammelbände mit den Beiträgen der Teilnehmer auf den FORA HUNGARICA,
  • Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit den hungarologischen Instituten oder Abteilungen an deutschen Universitäten oder sonstigen universitären Institutionen, die fallweise in ihr Lehrangebot ungarnbezogene Themen aufnehmen wollen und denen zu den von ihnen gewünschten Themen auf Kosten der DUG entsprechende, vorzugsweise aus Ungarn kommende Referenten gestellt werden,
  • gemeinsame Veranstaltungen sowie Kontaktpflege mit den Einrichtungen der deutschen Selbstverwaltung in Ungarn, mit ungarisch-deutschen Kultureinrichtungen und fallweise mit der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland und dem Goethe-Institut, jeweils in Budapest,
  • das zur Zeit in einer Neuausrichtung befindliche und acht Jahre lang in Ungarn veranstaltete ökologiebezogene Programm mit Aus- und Fortbildungsseminaren,
  • Austausch- und Ferienprogramme für Schulklassen und behinderte Kinder sowie Vermittlung von Schulpartnerschaften.

Die Veranstaltungen werden grundsätzlich auf deutsch abgehalten; fast ausnahmslos wird kein Eintrittsgeld erhoben. Der Besuch steht natürlich vorrangig den Mitgliedern, aber auch Gästen frei.

Die DUG führt ihre Veranstaltungen hauptsächlich in Berlin durch; sie tritt darüber hinaus auch in anderen Bundesländern auf, vor allem in Zusammenarbeit mit dort gelegenen Universitäten oder Vereinen mit Ungarnbezug. Fünf bis sechs Veranstaltungen werden jährlich in Ungarn angeboten (teilweise als Kooperationsveranstaltungen mit ungarischen oder deutschen Partnern).