Seit 1991 die einzige deutsch-ungarische Gesellschaft mit Sitz in der deutschen Hauptstadt

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GRUNDSÄTZLICHES

Teil des wissenschaftlichen Engagements der DUG ist u. a. das FORUM HUNGARICUM. Dieses wurde am 28. Mai 2010 im Rahmen der DUG-Jahreshauptversammlung in der Berliner Botschaft der Republik Ungarn unter der Schirmherrschaft des ungarischen Botschafters S. E. Dr. Sándor Peisch und mit einem persönlich vorgetragenen Grußwort des ungarischen Gesandten Zsolt Bóta gegründet. Eine zweitägige Konferenz schloß sich an. Der Grundidee entsprechend sollen künftige Konferenzen ebenfalls mehrere Tage dauern und an wechselnden Orten inner- und außerhalb Deutschlands stattfinden.

Das FORUM HUNGARICUM ist eine organisatorisch selbständige Einrichtung, die aber rechtlich (noch) als Unterorganisation der DUG geführt wird (§ 2 Abs. 3 der DUG-Satzung), und bietet eine Plattform für die Erörterung ungarnbezogener Themen auf wissenschaftlicher Ebene. Es ist das einzige seiner Art im gesamten deutschsprachigen Raum und hebt sich auf Grund seines spezifischen Ansatzes und seiner Institutionalisierung von fallweise angebotenen Doktorandenkolloquien an Universitäten ab.

ZUR ENTWICKLUNG DES FORUMS HUNGARICUM

Bereits das zweite FORUM, welches im Oktober 2011 in Budapest stattfand und unter der Schirmherrschaft des Geschäftsträgers a. i. Klaus Riedel der dortigen deutschen Botschaft stand, zeigte anhand der 25köpfigen Teilnehmerzahl, mehr noch das dreitägige FORUM unter der Schirmherrschaft des Komorner Bürgermeisters MUDr. Anton Marek im Jahre 2012 mit 38 Referenten, daß diese Konferenz eine dringend gesuchte Möglichkeit für die Vernetzung vor allem junger Wissenschaftler (in Zusammenarbeit mit arrivierten Ungarnwissenschaftlern) bietet; dem trug Deutschlands Botschafter in Bratislava S. E. Dr. Axel Hartmann mit seinem geschätzten, die Konferenz würdigenden Grußwort Rechnung, als er an der Eröffnungsveranstaltung in Komorn/Komárno/Komárom teilnahm; denn die von ihm begrüßte Wahl der Stadt als Tagungsort in der heutigen Südslowakei, dem früheren Oberungarn, unterstützte das gemeinsame Ziel der FORUMS-Gründer, Ungarn nicht als Solitär im Donauraum zu behandeln, sondern die grenzüberschreitende Darstellung aller Themen, die von gemeinsamem Interesse für Ungarn und seine Anrainerstaaten sind, auch mit Referenten aus dem geographischen Umfeld des Karpatenbeckens zu ermöglichen.

Eine gute Umsetzung dieses Wunsches stellte das vierte im ostkroatischen (syrmischen) Ilok/Újlak organisierte FORUM HUNGARICUM unter der Schirmherrschaft des deutschen Botschafters in Zagreb, S. E. Hans Peter Annen, mit 25 Referenten dar (ergänzt um die Kurzvorträge in den auf der Busexkursion besuchten Minderheitensiedlungen, vor allem in der Wojwodina). Mit dieser Tagung im Herbst 2013 wurde zugleich der im selben Jahr am 1. Juli vollzogene EU-Beitritt Kroatiens gewürdigt, welches nunmehr das an Ungarns Südgrenze gelegene jüngste EU-Mitglied ist und welches, da es als Königreich in Personalunion mit dem Königreich Ungarn fast 850 Jahre lang verbunden war, dessen Geschichte teilte.

Im Herbst 2014 wurde das fünfte FORUM HUNGARICUM nach Berlin einberufen; es beschränkte sich auf eine gut halbtägige, freundlicherweise von der ungarischen Botschaft unterstützte Veranstaltung in der Humboldt Universität zu Berlin. Nach ursprünglicher Planung sollte das FORUM HUNGARICUM V in weiteren Konferenzen in Bayern und im ostungarischen Debrecen seine Fortsetzung finden. Die Umsetzung scheiterte an der nicht mehr leistbaren Kooperation und Ko-Finanzierung der vorgesehenen Partner.

Das FORUM HUNGARICUM VI wurde Anfang Dezember 2015 als dreitägige Konferenz konzipiert, deren erster Teil in Hamburg und deren zweiter Teil in Berlin stattfand. Insgesamt 15 Referenten, erstmals ein Referent mit zwei Vorträgen und ebenso erstmals mit einer Teilnehmerin aus Dänemark, waren die positiven Seiten; zu den negativen Seiten gehörten die Absage am Vorabend des Konferenzbeginns von bis zu vier fest eingeplanten offiziellen Vertretern Ungarns sowie die u. a. kurzfristig krankheitsbedingte Nichtteilnahme weiterer Referenten – Ausfälle, die so kurzfristig nicht kompensiert werden konnten. Für die Konferenz hatte der ungarische Botschafter in Berlin, S. E. Dr. Péter Györkös, dankenswerterweise die Schirmherrschaft und die Zusendung eines Grußwortes übernommen. Die dieses FORUM allein veranstaltende DUG dankt der ungarischen Honorarkonsulin in Hamburg, Frau Eva-Maria Greve, für ihre freundliche Unterstützung, insbesondere für die von ihr privat geleistete Teilfinanzierung, sowie im Rahmen des in Berlin abgehaltenen zweiten Teils des FORUMS dem COLLEGIUM HUNGARICUM für die logistische Hilfe, ferner der Humboldt Universität zu Berlin.

ÜBER DIE REFERENTEN

Keinesfalls aus chauvinistischen Gründen, sondern als kleine Verbeugung vor dem Deutschen als wissenschaftlicher lingua franca in dieser Region und mit Blick auf ein wieder zunehmendes deutsches Sprachpotential im östlichen Mitteleuropa ist die Konferenzsprache auf allen FORA HUNGARICA ausschließlich Deutsch.

Die Teilnahme von Referenten an allen FORA HUNGARICA nicht nur aus den deutschsprachigen Ländern, sondern aus Ländern wie Belgien, Dänemark, Makedonien, Polen und Rußland – um die geographischen Extreme zu benennen – und natürlich aus Ungarns unmittelbarer Nachbarschaft wie Kroatien, Österreich, Rumänien, Serbien, der Slowakei, aus Slowenien und aus der Ukraine zeigen deutlich die Notwendigkeit, daß es ein Angebot für einen wissenschaftlichen Gedankenaustausch und zur Vernetzung der sich mit ungarischen Themen befassenden Wissenschaftler aller Altersgruppen gibt.

ORGANISATION DER FORA HUNGARICA, KOOPERATIONSPARTNER UND UNTERSTÜTZER

Die FORA HUNGARICA wurden von 2010 bis 2014 vom Präsidenten der DUG in Zusammenarbeit mit dem DUG-Mitglied Dr. Meinolf Arens organisiert, der insoweit ab 2011 auch das Haus des Deutschen Ostens (HDO), München, und zusätzlich 2013 und 2014 das Internationale Institut für Nationalitätenrecht und Regionalismus e. V. (INTEREG) vertrat. Ab 2015 lag die Organisation und Durchführung des FORUMS alleiin in den Händen des DUG-Präsidenten.

Erstmals 2011 fand das – damals zweite – FORUM HUNGARICUM in Partnerschaft mit dem Haus des Deutschen Ostens (HDO) statt. 2012 gab es über die fortgesetzte Kooperation mit dem HDO einen finanziellen Zuschuß des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen (StMAS), München. Das galt ebenso für 2013. In jenem Jahr, dem ersten der Beteiligung des INTEREGS, stockte dieses Münchner Institut die allgemein von Dritten gewährte Unterstützung mit einem eigenen kleinen finanziellen Beitrag auf. Alle genannten Ko-Finanzierungen senkten den Eigenbeitrag der DUG für das FORUM 2013 erstmals auf knapp zwei Drittel der Gesamtkosten, im Falle des fünften FORUMS HUNGARICUM (2014) in Berlin übernahmen die beiden Münchner Organisationen sogar den größeren Teil der Ausgaben, wobei die DUG dankenswerterweise zusätzlich von der ungarischen Botschaft in Berlin mit Sachmitteln unterstützt wurde.

 

2011 gewährte das Historische Institut an der Eötvös Loránd Tudományegyetem (ELTE-Universität, Budapest) in der Person von Dr. Krisztián Csaplár-Degovics dem FORUM III organisatorische Hilfestellung und in Verbindung mit dem MA-Programm des Internationalen Visegrád-Fonds an der ELTE-Universität auch finanzielle Unterstützung (im Rahmen des Programms "Beziehungsgeschichte der Staaten und Gesellschaften der Visegráder Kooperation [V4-Kooperation]").

Im Jahre 2012 geht der Dank an den Direktor des Forschungszentrums für Europäische Ethnologie / Výskumné centrum europskej etnológie / Etnológiai Központ in Komárno/Komárom/Komorn Dr. habil., PhDr. József Liszka, PhD. und Ilona L. Juhász, PhD. für ihre persönlich geleisteten organisatorischen Hilfestellungen bei Vorbereitung und Durchführung des FORUMS.

Wie in allen Jahren, so auch 2013 dankt die DUG für organisatorische Hilfestellung und Unterstützung seinem Mitglied Dr. Meinolf Arens, 2013 zusätzlich für die Mitorganisation des vierten FORUMS Teodora Zivkovic; deren Masterabschlüsse in Germanistik und Bohemistik an der Universität Zagreb eröffneten ein Netzwerk von Unterstützung, die vor allem auf Grund ihrer slowakischen Sprachkenntnisse außerdem äußerst hilfreich für Vorbereitung und Durchführung der Besuche in den slawischen Minderheitensiedlungen der Wojwodina war.

Das eintägige FORUM V im Jahre 2014 sollte seinen Schwerpunkt in einer Darstellung der Zwischenergebnisse eines von der bayerischen Landesregierung geförderten Forschungsprojekts am Internationalen Institut für Nationalitätenrecht und Regionalismus (INTEREG) haben. Der Dank für die Unterstützung geht demzufolge nach München an das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration und an die Bayerische Landeszentrale für politische Bildung (BLZ) sowie an Dr. Meinolf Arens für die Koordination der zusätzlich beteiligten Münchner Insitutionen INTEREG und des Hauses des Deutschen Ostens (HDO). Auf Grund der aktuellen Vorgänge in der Ukraine (Besetzung der Krim durch Truppen der Russischen Föderation; von der Russischen Föderaton ausgelöste und geförderte separatistische Bestrebungen in der Ostukraine) wurde die Tagung kurzfristig um die Darstellung der ukrainischen Politik in Bezug auf die ethnischen und nationalen Minderheiten, in Sonderheit der Lage der ungarischen Minderheit in der Karpato-Ukraine ergänzt. Für die dabei gewährte Unterstützung danken wir der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (MTA) in Budapest, vor allem für die schnelle Abstellung der Referentin Dr. Csilla Fedinec, ferner der ungarischen Botschaft in Berlin und dort der Gesandten Dr. Katalin Karsai für die großzügig gewährten Hilfen.

Das dreitätige, unter der Schimrherrschaft des ungarischen Botschafters S. E. Dr. Péter Györkös stehende FORUM VI (2015) wurde erstmalig auf zwei Veranstaltungsstädte verteilt (Hamburg und Berlin) und in Berlin auf zwei Veranstaltungsorte (Collegium Hungaricum und Humboldt Universität zu Berlin). Für die freundliche und überaus großzügige Unterstützung danken wir der ungarischen Honorarkonsulin in Hamburg, Frau Eva-Maria Greve, in Berlin dem Collegium Hungaricum und der Humboldt Universität.

Wie schon das FORUM VI, so war auch das im Jahre 2016 veranstaltete FORUM VII eine allein von der DUG verantwortete Tagung. Die 2016 auf einen Tag begrenzte Konferenz war zugleich als Plattform für die Feier des 25jährigen Bestehens der DUG vorgesehen und deshalb zusätzlich mit der Jahreshauptversammlung verbunden. Für die aus dieser Koppelung dreier Anlässe besonders großzügige Unterstützung der Botschaft Ungarns dankt die DUG dem ungarischen Botschafter  S. E. Dr. Péter Györkös.

 

TAGUNGSBAND

Die Vorträge, die auf den Foren gehalten wurden, sind für die Veröffentlichung in Sammelbänden vorgesehen soweit die Referenten ihrer mit der Teilnahme am FORUM eigegangen Verpflichtung zur rechtzeitigen Ablieferung der Manuskripte nachkommen.

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Die einzelnen FORA HUNGARICA werden auf den mit dem Veranstaltungsjahr gekennzeichneten Unterseiten behandelt.