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INFO-BRIEFE VOM 07. + 16. Oktober 2013


(1.) INFO-BRIEF für Oktober 2013  vom 07. Oktober 2013

Sehr geehrte Bezieher des monatlichen DUG-Info-Briefes,
liebe und geschätzte DUG-Mitglieder sowie Freunde Ungarns,

zuerst der Hinweis auf unsere anstehenden Veranstaltungen im restlichen Oktober, nachdem wir bereits am 2. dieses Monats unseren traditionellen Empfang aus Anlaß des deutschen Nationalfeiertages in Debrecen durchgeführt haben; in bewährter Zusammenarbeit mit dem dortigen Deutschen Kulturforum und mit der von dessen Vorsitzenden Dr. Andrea Horváth gewährten organisatorischen Hilfestellung konnten wir uns gemeinsam im repräsentativen Haus des Professorenclubs (Professzori Klub - professzoriklub.unideb.hu/fooldal.php) über eine von siebzig Teilnehmern besuchte Festveranstaltung freuen; sie entwickelte sich später zu einer lebhaften Diskussionsrunde mit den führenden Vertretern der Universität (Rektor, Prorektor, Dekan, Vertreter der bisher von uns für den jährlichen Empfang in Anspruch genommenen Debreziner Außenstelle der Ungarischen Akademie der Wissenschaften u. a.) über eine weitere Vertiefung der Zusammenarbeit.

Maßgeblich ausgelöst wurde dieser Wunsch auf der Universitätsseite vom Vortrag unseres Vizepräsidenten und Ehrendoktors der Philosophischen Fakultät der Universität Debrecen, Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Quante (Westfälische Wilhelms Universität in Münster/Westfalen), der sich unter dem Titel "Welches Maß, wessen Werte?" mit den Herausforderungen in unserer modernen Welt und den Antworten, die darauf die Lebenswissenschaften zu entwickeln suchen, befaßte (seinen Beitrag werden wir in Kürze auf der DUG-Internetseite veröffentlichen). Die ausgezeichnete Resonanz in der Zuhörerschaft ist auch darauf zurückzuführen, daß der massive Ausbau der Lebenswissenschaften an der Debreziner Universität vor allem mitverantwortlich dafür war, daß die Universität zu den bislang fünf ungarischen Exzellenzuniversitäten gehört (über die Ernennung einer sechsten Universität später mehr).

Aus den Reihen der DUG konnten wir an diesem Abend neben unserer Vizepräsidentin Prof. Dr. Erzsébet Rózsa auch das Ehepaar Hirsch aus dem brandenburgischen Glienicke begrüßen, ferner unsere gute Kooperationspartnerin vor Ort Dr. habil. Zsuzsanna Gácsi-Iványi als Direktorin des Germanistischen Instituts der Universität Debrecen.

Bereits mehrfach in früheren INFO-Briefen in Bezug genommen steht vom 10. bis 12. Oktober 2013 mit Anreise am 9. (im Falle der gemeinsamen Busanreise bereits am Abend des 8. Oktober ab München) und Rückreise am 13. Oktober unser FORUM HUNGARICUM an, welches zum vierten Mal in Reihenfolge veranstaltet wird, diesmal im kroatischen Ilok (Újlak), der nordöstlichsten Gemeinde Kroatiens kurz vor den Toren Belgrads. Fragen der gemeinsamen ungarisch-kroatischen Geschichte und der Minderheiten/Nationalitäten in Kroatien werden im Mittelpunkt der Tagung stehen, deren Schirmherr dankenswerterweise der deutsche Botschafter in Zagreb, S. E. Hans Peter Annen, ist. Eine allgemeine Übersicht über das Programm und den Ablauf ist seit Ende der Tagung auf der DUG-Internetseite einzusehen (http://www.d-u-g.org/forum-hungaricum.html).

Wie schon im letzten Jahr hat die bayerische Staatsregierung über das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen – StMAS – eine wieder mit großem Dank vermerkte finanzielle Unterstützung über unseren Münchner Kooperationspartner, das Haus des deutschen Ostens (HDO), gewährt. Erstmals wird sich auch das Internationale Institut für Nationalitätenrecht und Regionalismus (INTEREG), ebenfalls mit Sitz in München, an der Konferenz beteiligen. Mit dem INTEREG konnte die DUG übrigens vor kurzem ein förmliches Kooperationsabkommen mit dem Ziel weiterer gemeinsamer Projekte abschließen.

Bedingt durch eine Reihe von teils zeitlich, teils inhaltlich konkurrierenden Tagungen in der Region mit Rückwirkungen auf die Abkömmlichkeit einiger auch bei uns vorgesehenen Referenten sowie wegen Kapazitätsproblemen der Hotellerie in Ilok bei der Unterbringung zusätzlicher Referenten mußten wir zwei weitere von mir gewünschte Themenblöcke in die Zukunft verschieben; dennoch werden wir in acht Themenblöcken wieder mehr als 30 Teilnehmer auf dem FORUM HUNGARICUM IV begrüßen können, zu denen auch unser Vizepräsident PD Dr. Norbert Spannenberger mit einem von ihm geleiteten Block ungarischer Historiker aus Budapest, Pécs (Fünfkirchen) und Szeged gehört. Unser Mitglied Dr. Meinolf Arens, bestens in unseren Reihen von seinen vielen Vorträgen bekannt, hat sich freundlicherweise als mitorganisierender Vertreter des HDO und des INTEREG, aber auch als Referent zur Verfügung gestellt.

Mit Rücksicht auf die Veranstaltungen zum ungarischen Feiertag um den 23. Oktober herum werden wir erst gegen Ende des Monats, am 28. oder 29. Oktober, in Berlin einen Vortrag über die Sathmarer Schwaben anbieten. Es wird der Historiker Dr. Ottmar Trasca von der Außenstelle der Rumänischen Akademie der Wissenschaften in Cluj (Klausenburg) referieren. Näheres kann erst am Rande des vorerwähnten FORUMS HUNGARICUM festgelegt werden, an dem Dr. Trasca ebenfalls als Referent teilnimmt.

Dem vorstehenden Absatz können Sie entnehmen, daß die ungarische Botschaft auch in diesem Jahr ihren traditionellen Empfang zum 23. Oktober gibt, diesmal am 24. Oktober in den späten Nachmittagsstunden.

Näheres dazu und zum Vortrag von Dr. Trasca dann im leider notwendig werdenden 2. INFO-Brief des Monats Oktober!

Fest steht dagegen der Termin einer Konferenz als einer Fremdveranstaltung, zu der der ungarische Botschafter S. E. Dr. József Czukor freundlicherweise auch die Mitglieder unserer DUG herzlich zum Freitag, dem 18. Oktober 2013, von 15.00 bis 20.00 Uhr in die Räume der Botschaft einlädt. Anlaß ist die – größtenteils auf englisch erfolgende – Vorstellung von ELI-ALPS, einer Europäischen Einrichtung für Extremlichtforschung im Attosekundenpulsbereich, die sich aus fast 40 Forschungs- und Wissenschaftsinstituten in 13 EU-Ländern mit dem Ziel zusammensetzt, eine paneuropäische Forschungsplattform zu bilden und später den stärksten Laser der Welt zu betreiben. Es wird sich dabei um die erste großformatige Infrastruktureinrichtung handeln, die im östlichen Teil der EU mit einer finanziellen Verpflichtungserklärung von 700 Mio. Euro aufgebaut wird. Der in Szeged zu entwickelnde Beitrag wird sich der Erforschung extrem schneller Abläufe im Attosekundenbereich in der Lasertechnik widmen, zum Beispiel dem Verhalten von Elektronen in Atomen, Molekülen, Plasma und in Feststoffen. Die Hoffnung besteht, daß das wissenschaftliche Potential im östlichen Europa aktiviert und damit im Weltmaßstab zu beachtende Forschungsergebnisse neue Anreize für Kooperationen, für den nationalen Ausbau der einschlägigen Einrichtungen und für die Anbindung der einheimischen Forschungselite an zukünftige innerhalb ihres eigenen Landes gebildete Exzellenzzentren geschaffen werden.

Neben Prof. Dr. Wolfgang Sandner als Generaldirektor sowie in Berlin Direktor des Max-Born-Instituts und Vizepräsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) sprechen für den ungarischerseits zu erbringenden Beitrag Lóránt Lehrner als Verwaltungsdirektor über den auf Ungarn entfallenden Teil des ELI-ALPS-Projekts, János Mucsi als technischer Direktor über den Stand der technischen Vorbereitung, Károly Osvay als Direktor für Forschungstechnologie über die Laser und die wissenschaftliche Ausstattung von ELI-ALPS sowie Dimitris Charalambidis über ausgewählte Beispiele aus Wissenschaft und praktischer Anwendung, denen das ELI-ALPS-Projekt dient.

Anschließend laden die Veranstalter zu einem Abendessen, bei dem es Gelegenheit zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch im Sinne einer Vernetzung der Beteiligten gibt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist frei, bedarf aber einer Anmeldung bei der neuen Wissenschafts- und Forschungsattachée Eszter Pászti-Márkus (Nachfolgerin für den langjährig an der ungarischen Botschaft tätigen Dr. Molnár), Tel: 030-203 10 189; oder unter Angabe von Namen und ggf. beruflicher Funktion sowie der Organisation, für die Sie kommen, per E-Mail an: epasztimarkus@mfa.gov.hu. Bitte beachten Sie, daß die Veranstaltung größtenteils ohne Übersetzung auf englisch abläuft und daß Ihre Zusage bis zum 12. Oktober 2013 bei der ungarischen Botschaft eingegangen sein muß. Auch sonstige interessierte Gäste, an die Sie diese Einladung gern weiterleiten können, sind herzlich willkommen.

Einen Bericht über die Veranstaltung finden Sie auf der Unterseite "Veranstaltungen" dieser Internetseite (-> Drittveranstaltungen: Berichte -> Jahr 2013).


Als Vorschau auf November dient schon jetzt der Hinweis, daß das diesjährige Deutsch-Ungarische Forum entgegen früherer Ankündigungen nicht in Ungarn, sondern entgegen dem Turnus wieder in Berlin stattfindet; damit sind auch als Gerücht umlaufende Ideen, diesmal statt Berlin eine andere deutsche Stadt zum Veranstaltungsort zu bestimmen, vom Tisch. Das Deutsch-Ungarische Forum findet am 28. November ab 14.00 Uhr bis zum 29. November 14.00 Uhr im Europasaal und in Nebenräumen des Auswärtigen Amtes statt, das Junge Deutsch-Ungarische Forum in den Räumen der ungarischen Botschaft. Das genaue Programm und die Anmeldungsformalitäten werden im November mitgeteilt.

Ferner bittet die ungarische Botschaft um Verbreitung einer zweiseitigen Information zum Erwerb der ungarischen Staatsangehörigkeit, die hier gekürzt wiedergegeben wird: Bekanntlich ist die ungarische Regierung darum bemüht, die Zusammengehörigkeit der ungarischen Nation zu fördern und u. a. zu diesem Zweck allen Personen ungarischer Abstammung mit ungarischen Sprachkenntnissen den Erwerb der ungarischen Staatsangehörigkeit mittels eines persönlich in der ungarischen Botschaft zu stellenden Antrags zu ermöglichen. Das persönliche Erscheinen stellt angesichts der geographischen Entfernungen, z. B. in Deutschland, für viele Personen eine große Hürde dar. Um das vereinfachte Einbürgerungsverfahren nutzen zu können, veranstaltet die ungarische Botschaft außerhalb Berlins konsularische Tage, die nach Bedarf angeboten werden. Für das Stellen des Antrags ist jeweils mit etwa einer halben Stunde zu rechnen.

Zur Erleichterung und Beschleunigung des Verfahrens werden die wichtigsten Informationen auf der Internetseite der ungarischen Botschaft sowie auf der für Einbürgerungen vorgesehen Internetseite der ungarischen Regierung (www.allampolgarsag.gov.hu) mitgeteilt, und es wird von der Berliner Botschaft eine Online-Vorabregistrierung bzw. Anmeldung angeboten (fogadonap.de@mfa.gov.hu). Die Botschaft wird jedem Antragsteller einen individuellen Termin (Datum, Uhrzeit) mitteilen, damit möglichst ohne Wartezeiten die Antragsformalitäten erledigt werden können. Sofern die Antragstellungen außerhalb Berlins erfolgen, werden dafür auf Kosten des ungarischen Staates die konsularischen Tage eingerichtet. Außerhalb Berlins ansässige Institutionen und Vereine mit Ungarnbezug und einzelne Privatpersonen können die Abhaltung der konsularischen Tage anregen, wenn nach ihrem Dafürhalten genügend interessierte Personen vorhanden sind (pro konsularischem Tag können maximal 15 bis 20 Antragsteller entsprechend einer Gesamtarbeitszeit des Konsularbediensteten von 8 bis 10 Stunden vorsprechen). Erste konsularische Tage fanden am 23. und 24. September in Essen statt. Weitere sind in diesem Jahr noch für Frankfurt/Main und Hamburg geplant. Bei Rückfragen steht in der ungarischen Botschaft in Berlin die Fachkonsulin Erika Horváth unter 030-203 10 225 oder unter E-Mail erhorvath@mfa.gov.hu für Auskünfte zur Verfügung.

Nun noch einige Meldungen und Hinweise, auch in eigener Sache. Am 23. September vollendete der Schriftsteller und eines unserer Ehrenmitglieder György Dalos sein 70. Lebensjahr. Wir wünschen ihm Gesundheit und viel Schaffenskraft, die er für sein jüngstes Buchprojekt über die deutschen Kolonisten, die auf Einladung der Zarin Katharina der Großen in Rußland angesiedelt wurden, sicher gut gebrauchen kann: nach dem ersten Manifest vom 14. Oktober 1762 folgte mit der Verheißung großer – nicht immer eingehaltener, vor allem durch Zwangszuweisung des zu besiedelnden Gebietes konterkarierter – Vergünstigungen am 22. Juli 1763 ein weiteres Ansiedlungspatent (Religionsfreiheit, Steuerbefreiung auf 30 Jahre, Freistellung vom Militärdienst, kommunale Selbstverwaltung), das angesichts der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Mißstände in den süd- und südwestdeutschen Territorien nach dem Siebenjährigen Krieg viele Hessen, Badener und Pfälzer zur Aussiedlung veranlaßte. Am 20. Februar 1804 folgte das dritte Patent, diesmal von Zar Alexander I. Es jähren sind also in den Jahren 2012 bis 2014 die Erlasse dieser Manifeste, zu deren geschichtlicher Aufarbeitung das Buch von Dalos dienen soll.

Dieser Tage hat sich der 24jährige Student der Europäischen Ethnologie an der Berliner Humboldt-Universität, Sascha Horváth, an uns mit der Frage gewandt, ob wir ihm bei der Suche nach einer ein bis zwei Zimmer umfassenden Wohnmöglichkeit behilflich sein können, sei es als abgeschlossene Wohnung, sei es als Einliegerwohnung oder als Einzelzimmer (auch in einer Wohngemeinschaft oder in einem größeren Einfamilienhaushalt mit Familienanschluß). Seine maximale Mietvorstellung je nach Größe der Unterkunft und Ausstattung und Lage liegt bei 350 Euro/Monat.Er spricht neben Deutsch, Englisch und Französisch auch für Unterhaltungen ausreichendes Ungarisch. Nach dem Abitur war er im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes 13 Monate in Budapest, anschließend im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres in Mecklenburg-Vorpommern im wald- und forstwirtschaftlichen Bereich, dann vier Monate in Polen in einer gartenbaulichen Einrichtung (Baum- und Gehölzgarten). Wer von einer solchen Unterkunftsmöglichkeit weiß, vielleicht sogar selbst darüber verfügt möge sich bitte an mich per E-Mail info@d-u-g.org oder unter der Telefonnummer 030-242 45 73 wenden, damit ich einen Kontakt herstellen kann; denn die direkte Verhandlung ist die beste Lösung.

Und schließlich hat die ungarische Regierung die deutschsprachige Gyula-Andrássy-Universität am 5. September 2013 in den Rang einer nationalen Exzellenzuniversität erhoben. Dies war ein guter Auftakt für unsere oben bereits beschriebene Karl-Rath-Preis- und DUG-Stipendienvergaben am 13. September 2013 anläßlich der Eröffnung des neuen Studienjahres und zugleich eine Bestätigung dafür, daß wir mit unseren Geldern für die Studenten dieser Universität "auf die richtigen Pferde gesetzt" haben und auch in Zukunft setzen werden. Damit ist die DUG arbeitsmäßig regelmäßig mit zwei der sechs ungarischen Exzellenzuniversitäten verbunden, fallweise mit einer weiteren, nämlich der Szegediner Universität; an allen drei Universitäten (in Budapest die Andrássy Universität, in Debrecen und in Szeged) haben wir bisher schon Stipendien vergeben.

Die Festveranstaltung im Spiegelsaal des der Andrássy-Universität überlassenen ehemaligen Festetics-Palais war die 30. Veranstaltung der DUG in diesem Jahr. Seit dem Wiederbeginn unserer Arbeit zum 1. September außerhalb Berlins haben wir mit einem Vortrag auf dem Kaiser-Otto-Fest in Magdeburg, dann mit der erwähnten Teilnahme an der Studienjahreröffnung der Andrássy-Universität, ferner mit der Vernissage der von uns finanziell unterstützten Novák-Ausstellung in Debrecen am 21. September und schließlich mit den zwei musikalischen Ungarnnachmittagen und -abenden in Potsdam am 28. und 29. September ein ansehnliches Programm geboten, das am 30. September überging in unser Berliner Herbstprogramm mit den Buchvorstellungen der ungarischen Minderheitenforscherin Dr. Ágnes Tóth von der Ungarischen Akademie der Wissenschaften.

Sicher kann man den immer mit 120 Sitz- und weiteren Stehplätzen zur Studienjahreröffnung überfüllten Spiegelsaal der Andrássy-Universität nicht zum allgemein gültigen Maßstab nehmen (obwohl solche Besucherzahlen, gäbe es sie bei jeder unserer Veranstaltungen, für uns als Ausrichter der DUG-Abende eine schöne Anerkennung und Belohnung wäre); deshalb haben uns mit jeweils über 70 Teilnehmern in Debrecen die Novák-Vernissage wie auch ein paar Tage später die Feierstunde zum deutschen Nationalfeiertag sehr positiv überrascht. Ebenso überraschend war der große Zuspruch vor allem zum ersten der beiden Potsdamer Ungarnnachmittage – der Hinweis, daß diese Tage immer ein Erlebnis seien, wurde von Besuchern nicht nur aus der Potsdamer Umgebung (wie Berlin), sondern selbst von Teilnehmern aus Mecklenburg-Vorpommern bestätigt. Die parallel dazu verlaufende Antikmeile in Potsdam verhalf uns zu zusätzlichen Gästen.

Schließlich noch einen Glückwunsch an Terézia Mora, die – wie heute verlautete – den diesjährigen Deutschen Buchpreis für ihr Buch "Das Ungeheuer" erhält. Der Börsenverein des Frankfurter Buchhandels verleiht diesen mit 25.000 Euro dotierten Preis zu Beginn der jährlichen Frankfurter Buchmesse für den besten auf deutsch verfaßten Roman im laufenden Jahr.

Damit setzt Mora die lange Reihe der in Deutschland arbeitenden (und oftmals auch hochgeehrten) ungarischen Autoren fort und läßt uns wieder einmal gewahr werden, daß das Buch dem Fernsehen und der DVD zum Trotz nach wie vor ein grenzenüberwindes Kulturgut ist, welches uns Einblicke in das Leben in fremden Ländern und Teilhabe am Denken und Wollen der dortigen Menschen verschafft, und das in welcher Maskierung auch immer dazu beiträgt, daß universelle Werte der Menschheit erhalten und verbreitet werden.

Wir hatten zu Beginn von Moras Karriere auf dem deutschsprachigen Buchmarkt diese Schriftstellerin zu Lesungen in und vor der DUG. Und wenn sie auch derzeit nicht Teil unseres Programmangebotes ist, so mag in den bevorstehenden, zu Freizeitaktivitäten an frischer Luft nicht gerade einladenden Wochen Ihre Entscheidung, ein Buch von Mora zu lesen oder zu einer unserer Veranstaltungen zu kommen, bei aller Wertschätzung für die Autorin möglichst oft zu unseren Gunsten ausfallen.

Dies wünschen sich mit den besten Empfehlungen für Sie

Ihr

Klaus Rettel und die übrigen Mitglieder des DUG-Präsidiums.

 
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(2.) INFO-BRIEF der DUG vom 16. Oktober 2013

Sehr geehrte Empfänger unseres INFO-Briefes,
verehrte Mitglieder, geschätzte Freunde Ungarns,

wieder zurück vom (mit Reisetagen) fünftägigen FORUM HUNGARICUM im kroatischen Ilok mit Exkursion in die Wojwodina, wozu sicher bei Gelegenheit noch einiges anzumerken sein wird, erhielt ich gestern und heute die Einladungen zu den kommenden Botschaftsveranstaltungen. Diese mit ihren extrem kurzen Anmeldefristen und zumindest auch die Ankündigung unserer eigenen Vortragsveranstaltung am 29. Oktober 2013 um 18.00 Uhr machen schneller als erwartet (und angekündigt) die Aussendung des zweiten INFO-Briefes im Oktober notwendig, so daß weitere Informationen für den November derzeit noch unterbleiben müssen.

Erfreulicherweise konnten wir den unseren Mitgliedern und Freunden von vielen Vorträgen her bestens bekannten Dr. Ottmar TRASCA, kurzfristig wieder für einen Vortrag

am Dienstag, dem 29. 10. 2013, 18.00 Uhr in Berlin

gewinnen. Hier die Ankündigung des mit Beteiligung der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft stattfindenden Abends:

Dr. Ottmar TRASCA
, Leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte 'George Baritiu' der Babes-Bolyai-Universität in Cluj/Kolozsvár/ Klausenburg als Außenstelle der Rumänischen Akademie der Wissenschaften (Bukarest)

29.10.2013, 18.00 Uhr

Öffentliche Vortragsveranstaltung (mit anschließender Diskussion) in Raum 2014b, Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 BERLIN


Die Sathmarer Schwaben – eine deutsche Minderheit in zwei Ländern

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

– Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit von Deutsch-Ungarischer Gesellschaft e. V. (DUG), Sitz Berlin, und Deutsch-Rumänischer Gesellschaft e. V. (DRG), Sitz Berlin –

 
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Nun zu den DRITTVERANSTALTUNGEN, deren dazu ergehende Einladungen weiterzuleiten die ungarische Botschaft gebeten hat. Beachten Sie bitte dazu die Anmeldefristen, vor allem für den 24. Oktober bereits am heutigen 16. Oktober 2013!!!

 
BOTSCHAFTSVERANSTALTUNG


ERINNERUNG:

18.10.2013 15.00 bis 20.00 Uhr – Wissenschaftspolitische Veranstaltung über ELI-ALPS in der ungarischen Botschaft BERLIN


Die weitgehend englischsprachige Veranstaltung wurde bereits im letzten INFO-Brief zur Teilnahme angeboten. Sie stellt ELI-ALPS vor, eine europäische Einrichtung für Extremlichtforschung im Attosekundenpulsbereich, die sich aus fast 40 Forschungs- und Wissenschaftsinstituten in 13 EU-Ländern mit dem Ziel zusammensetzt, eine paneuropäische Forschungsplattform zu bilden.

Die Frist zur Anmeldung ist abgelaufen. Im Falle von diesbezüglichen Rückfragen: info@d-u-g.org

 
BOTSCHAFTSVERANSTALTUNG

24.10.2013 17.00 Uhr – Ausstellungseröffnung und Empfang des ungarischen Botschafters aus Anlaß des ungarischen nationalen Feiertages am Vortage in BERLIN


S.E. Dr. József CZUKOR lädt die Mitglieder und Freunde der DUG zur Teilnahme am Empfang aus Anlaß des ungarischen nationalen Feiertages des 23. Oktobers in Erinnerung an den Beginn der ungarischen Revolution von 1956 herzlich in die Räume der ungarischen Botschaft ein (Unter den Linden 76, 10117 BERLIN). Der Empfang ist verbunden mit der Eröffnung der Fotoausstellung "40 Jahre - 40 Bilder", die aus Anlaß der sich im Dezember zum vierzigsten Male jährenden Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Ungarn vom ungarischen Außenministerium zusammengestellt und zuvor im Mai 2013 in Budapest in der Andrássy Gyula Deutschsprachigen Universität gezeigt wurde (damalige Eröffnung durch die Außenminister der beiden Staaten Dr. Guido Westerwelle und Prof. Dr. János Martonyi am 6. Mai 2013, verbunden mit einer Podiumsdiskussion über das Thema "Von der Ostpolitik zur Partnerschaft in Europa").

Programm (Einlaß zur Veranstaltung ab 16.30 Uhr):
17.00 Uhr: Ungarische und deutsche Nationalhymne*
Begrüßung durch Ungarns Botschafter S. E. Dr. József CZUKOR
Josef Suk: Meditationen über den tschechischen Choral "St. Wenzel"*
Eröffnung der Fotoausstellung
Alte ungarische Tänze*
Empfang

* Musikalische Umrahmung der Veranstaltung: Artevio Quartett (Stuttgart) in der Besetzung Alex Jussow (Violine), Andreas Feldmann (Violine), Bernadett Kis (Viola), Martin Leo Schmidt (Violoncello) [gegründet 2007; Preisträger bei "Jugend musiziert" (2008), Träger des Klassikpreises der Stadt Münster und des WDR, Teilnahme an dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musikfestival, dem Musikfestival Stuttgart, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern u. a.]

Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung im Wege der im üblichen Verfahren von der DUG vorgenommenen Sammelanmeldung ist erforderlich (E-Mail: info@d-u-g.org – ACHTUNG: Anmeldeschluß ist der 16. Oktober 2013!!!)

 
BOTSCHAFTSVERANSTALTUNG

28.10.2013 17.00 Uhr – Gesprächsabend auf Einladung des ungarischen Botschafters in BERLIN

S.E. Dr. József CZUKOR lädt die Mitglieder und Freunde der DUG zur Teilnahme an dem

Gesprächsabend INDENTITÄT ZWEIER LÄNDER – Ungarische Sportler in Deutschland, Deutsche Sportler in Ungarn –
in das Audi Zentrum Charlottenburg, Franklinstr. 24, 10587 BERLIN,
ein.

Auf den Stehempfang ab 17.00 Uhr und die Begrüßung durch S.E. Dr. Czukor um 17.55 Uhr folgt ab 18.00 Uhr das Gespräch unter Leitung des ZDF-Sportreporters und Journalisten Béla RÉTHY; es nehmen daran teil:

László BAKSA, vierzigfacher Einsatz als Torwart der ungarischen Wasserballnationalmannschaft; sein ungarischer Verein: A-HÍD Szeged; seit 2013 beim deutschen Rekordmeister Spandau 04
András GYÖNGYÖSI, früherer ungarischer Wasserball-Nationalspieler, dann Trainer des Wasserballclubs Debrecen; seit 2013 beim deutschen Rekordmeister Spandau 04
Tamás HAJNAL, ungarischer Fußballer der Jahre 2007 und 2008, bis jetzt 58 Einsätze als ungarischer Nationalspieler; seit 1997 mit zwei Jahren Unterbrechung im deutschen Fußball tätig (Schalke 04, 1. FC Kaiserslautern, Karlsruher SC, Borussia Dortmund [deutscher Meister 2010/11], VfB Stuttgart, derzeit 1. FC Ingolstadt)
Szabolcs HUSZTI, bis zu seinem Rücktritt 2010 aus der ungarischen Nationalmannschaft 51facher Fußballnationalspielter; 2003 mit Ferencvárosi Torna Club ungarischer Pokalsieger, 2004 ungarischer Meister, 2006 ungarischer Fußballer des Jahres, 2010 Russischer Meister; nach Beginn seiner internationalen Karriere 2006 beim französischen Club FC Metz, der folgenden Verpflichtung bei Hannover 96 (2006-09), dem Wechsel zu Zenit St. Petersburg (2009-12) spielt er seit 2012 wieder bei Hannover 96
Ágnes KOVÁCS, frühere ungarische Brust- und Lagenschwimmerin und eine der weltweit erfolgreichsten Brustschwimmerinnen (Budapesti Spartacus Sport Club, während ihres Studiums in Phoenix, USA: Arizona State Sun Devils); 1996 Olympische Spiele in Atlanta/USA: Bronzemedaille über 200 m Brust; 1998: Schwimmweltmeisterschaften in Perth/Australien: Weltmeisterin über 200 m Brust; 1999 Europameisterschaften in Istanbul: Europameisterin über 50, 100 und 200 m Brust; 2000 Olympische Spiele in Sydney: Olympiasiegerin über 200 m Brust; 2001 Schwimmweltmeisterschaften in Fukuoka/Japan: 3. Platz über 100 m Brust; Weltmeisterin über 200 m Brust. 1997 und 1998 zu Europas Schwimmerin des Jahres gewählt. 2001 – 2005: Marketing- und kommunikationswissenschaftliches Studium in Phoenix/USA; seit 2006 an der Budapester Semmelweis-Universität, Fachbereich Sport und Sportwissenschaften: Schwimmtrainerdiplom, Wirtschaftssoziologin, seit 2013 Doktoratsstudium
Lothar MATTHÄUS: Mit 150 Fußballänderspielen deutscher Rekordnationalspieler, Teilnahme mit der deutschen Fußballnationalmannschaft an den fünf Weltmeisterschaften von 1982 bis 1998, davon als Kapitän der deutschen Mannschaft 1990 mit dem Gewinn des 3. Weltmeistertitels; Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft, 1990 Europas Fußballer des Jahres, 1991 Weltfußballer des Jahres. Von 2001 bis 2011 Fußballtrainer, darunter in den Jahren 2004 und 2005 Trainer der ungarischen Fußballnationalmannschaft.

Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung im Wege der im üblichen Verfahren von der DUG vorgenommenen Sammelanmeldung ist erforderlich (E-Mail: info@d-u-g.org – ACHTUNG: Anmeldeschluß ist der 22. Oktober 2013!!!).

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Interessante und unterhaltsame Stunden wünschen Ihnen

Klaus Rettel und die übrigen Mitglieder
des DUG-Präsidiums.