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FORUM HUNGARICUM VI (2015) in HAMBURG und in BERLIN

 

Die allgemeinen, für alle FORA HUNGARICA geltenden Hinweise

GRUNDSÄTZLICHES,
ZUR ENTWICKLUNG DES FORUMS HUNGARICUM,
ÜBER DIE REFERENTEN,
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FORUM HUNGARICUM VI (2015 – HAMBURG und BERLIN)

Das dreitägige Symposium war zweigeteilt und fand unter der SCHIRMHERRSCHAFT des ungarischen Botschafters S. E. Dr. Péter GYÖRKÖS
in seinem ersten Teil vom 3. bis zum Nachmittag des 4. Dezember 2015 in Hamburg (Salon "Altona", NewLivingHome, Julius-Vossel-Str. 40, 22527 HAMBURG-Lokstedt) sowie
in seinem zweiten Teil in Berlin am Abend des 4. Dezember (Collegium Hungaricum Berlin, Dorotheenstr. 12, 10117 BERLIN-Mitte) und ganztags am 5. Dezember 2015 (Raum 2249a, Hauptgebäude der Humboldt Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10999 BERLIN-Mitte) statt.

Es stand unter dem Generalthema:

UNGARN und EUROPA.

Veranstalter war die Deutsch-Ungarische Gesellschaft e. V. (DUG), Sitz Berlin.

Neben der finanziellen und organisatorischen Verantwortung der vorgenannten Organisation hatte das FORUM HUNGARICUM VI die freundliche und auch persönliche finanzielle Unterstützung von Frau Eva-Maria GREVE, Ungarns Honorarkonsulin in Hamburg. Ein weiterer Dank geht an das Collegium Hungaricum Berlin für die logistische Unterstützung des Vortragsabends am 4. Dezember 2015 sowie an die Humboldt Universität zu Berlin.

Die Organisation und Leitung der Konferenz oblag
Klaus RETTEL, dem Präsidenten der DUG, Sitz Berlin.

 

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FORUM HUNGARICUM VI – Liste der Referenten in alphabetischer Reihenfolge mit den von ihnen behandelten Themen:

ALTMANN, Franz-Lothar Prof. Dr. (München): Verändert sich Europa im Zeichen mangelnder Zusammenarbeit? Durchläuft das Europäische Modell eine ernsthafte Krise?

BARLAI, Melani Mag. (Budapest): Die Wahrnehmung und die Repräsentation der Roma in Ungarn.

BARTH, Bernd-Rainer (Berlin): Gewalterfahrungen in den ungarischen Schauprozessen der Rákosi-Ära (1949-1956).

BRENNER, János Prof. Dr. (Berlin): Budapest – das Städtebraurecht als Instrument der Stadtentwicklungspolitik in Ungarns Hauptstadt.

DEME, Katalin Dr. (Aarhus): Erstarrte Vergangenheit, ungeregelte Gegenwart und die mangelnde Verbindung: Geschichtspolitik an mitteleuropäischen jüdischen Museen nach 1989 mit besonderer Berücksichtigung des Budapester Jüdischen Museums.

FAZEKAS, Tiborc Dr. (Hamburg): Emigration und Reintegration am Beispiel der Bukowina-Székler.

HÖPKEN, Wolfgang Prof. Dr. (Leipzig): Geteiltes Gedächtnis: Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg auf dem Balkan.

KISZELLY, Zoltán (Budapest – Székesfehérvár/Stuhlweißenburg): Flüchtlinge: Willkommen und Abschied.

LODERER, Klaus J. (Backnang): Der Budapester Architekt Miklós Ybl – zugleich eine Nachbetrachtung des vorjährigen offiziellen Gedenkjahres für Miklós Ybl aus Anlaß seines 200. Geburtstages.

LUCHTERHANDT, Otto Prof. Dr. (Lüneburg): Die Ukraine - Ungarns Nachbar.

SCHMIDT-SCHWEIZER, Andreas Dr. Dr. (Budapest): Die deutsche Einheit als Herausforderung für Ungarn.

SCHÖDL, Günter Prof. Dr. (Berlin): "Nationalitätenpolitik" in der Habsburger Monarchie (1848-1918): der Fall Ungarn.

TAMÁSKA, Máté Dávid Dr. (Budapest – Vác/Waitzen): 2 Vorträge: a) Der "ungarische" GULAG? Sozialistische Zwangsarbeit in der Reihe der Kultivierungsversuche der "wilden" Landschaft der Hortobágy 1950-1953. b) Donaumetropolen Wien – Budapest. Stadträume der Gründerzeit (Anmerkungen zu einer von dem Referenten verantworteten Kuratierung des ungarischen Teils der Ausstellung Wien – Budapest).

TÓTH, Imre Ass.Prof. Dr. habil. (Sopron/Ödenburg): West-Ungarn vs. Burgenland. Ein Faktor der deutsch-österreichisch-ungarischen Beziehungen nach dem Ersten Weltkrieg.

 

Die Leitung (Moderation)
a) des Themenblocks "Stadtentwicklung und -planung in Budapest" (5. Dezember 2015) übernahm Prof. Dr. János BRENNER,
b) des Themenblocks "Ungarn und Europa" (3. Dezember 2015) und des Themenblocks "Nach dem Ende eines Krieges ist die Gewalt nicht zu Ende!" (4. Dezember 2015) nahm Klaus RETTEL wahr.

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GRUSSWORT VON S. E. DR. PÉTER GYÖRKÖS, dem Botschafter Ungarns in Berlin,

anläßlich des FORUMS HUNGARICUM VI. vom 3. bis 5.. Dezember 2015 (das schriflich übersandte Grußwort wurde verlesen).

 

Hamburg, den 03. Dezember 2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Botschafter von Ungarn begrüße ich Sie ganz herzlich zum diesjährigen FORUM HUNGARICUM. Bitte sehen Sie mir nach, daß ich wegen anderer zeitgleicher Verpflichtungen heute nicht persönlich bei Ihnen sein kann. Zugleich freue ich mich sehr, daß ich Ihnen als Schirmherr der Tagung auf diese Weise trotzdem mein Grußwort mitteilen kann.

Eines der wichtigsten Anliegen der Botschaft ist es, die bilateralen Beziehungen zwischen Ungarn und Deutschland zu fördern. Diese Beziehungen bauen auf jahrhundertelange Tradition und lassen sich auf dem Gebiet der Wissenschaft und des interkulturellen Dialogs bestens ausbauen und vertiefen.

Unsere Beziehungen zu Deutschland in den Bereichen Wissenschaft, Forschung, Entwicklung und Innovation sind traditionell gut. Und lassen Sie mich hier betonen, daß dies sowohl auf die Naturwissenschaften als auch auf die Kultur- und Geisteswissenschaften zutrifft.

Aus diesem Grund freut es mich sehr, daß das FORUM HUNGARICUM über die Jahre zu einer traditionellen Plattform geworden ist, die einen Austausch von Forschungsergebnissen über Ungarn ermöglicht und zum Treffpunkt für auf Ungarn spezialisierte Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern geworden ist. Das ist eine schöne Initiative der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft. Ich bin sehr dankbar, daß Sie dieses Projekt ins Leben gerufen haben und mit Begeisterung fortsetzen. Damit werden kulturwissenschaftliche Themen und aktuellen politische Ereignisse, die Ungarn als Land, als EU--Mitglied und als Teil der Staaten im Karpatenbecken betreffen, in einem wissenschaftlichen Kreis diskutier, und die Informationen können verbreitet werden. Ich bin überzeugt, daß Sie mit dieser Tagung auch dazu beitragen, durch Ihren Kreis einer größeren Öffentlichkeit richtige und wichtige Informationen über Ungarn zugänglich zu machen.

Auf die Zusammenarbeit, die unsere Beziehung in den kommenden Jahren noch weiter festigen wird, freue ich mich ebenso wie auf gemeinsame Projekte und den interkulturellen Dialog, den wir führen werden - zumal das Interesse unsere Länder aneinander traditionell groß ist.

Die Themen, die auf Ihrer Agenda stehen, sind hochinteressant und sehr sensibel: "Ungarn und Europa" - das ungarische Grenzregime und der Ukraine-Konflikt oder Gewalt nach Kriegen.

Ich wünsche Ihnen eine spannende Veranstaltung, Erkenntniszuwachs, vielfältige Gespräche und konstruktive Debatten.

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