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Wand der Helden an der Außenmauer des Museums Haus des Terrors, Andrássy út, Budapest (Foto von Ato 01, dessen eigenes und für diese Veröffentlichung unverändertes Werk vom 01.12.2013. Lizenziert unter 'CC - Nennung des Urhebers und Weitergabe des Werkes zu gleichen Bedingungen -).

Mit dem Bild der Woche von der "Wand der Helden"an der Außenmauer des Museums "Terrorhaus" begrüßen wir Sie!

 

"DER TOD EINES EINZELNEN MANNES IST EINE TRAGÖDIE, DER TOD VON MILLIONEN NUR EINE STATISTIK " (Josef Stalin)

 

Ungarn gedenkt heute am 25. Februar der Opfer des Kommunismus - derer, die vom kommunistischen Regime willkürlich getötet wurden, die unter der Folter starben oder deren Körper auf Dauer schwer geschädigt und entstellt wurden oder die inhaftiert und - bei wichtigen Personen nach einem entwürdigenden Schauprozeß - hingerichtet wurden, sowie derer, deren ganzes Leben durch den Klassenkampf ruiniert wurde.

Die Zahl der Todesopfer kommunistischer Diktaturen wird weltweit auf 100 Millionen geschätzt. In Mittel- und Osteuropa erreicht ihre Zahl 1 Million. So viele haben ihr Leben durch Hungersnot, Zwangsarbeit oder brutale Hinrichtungen verloren.

Die physische und psychologische Unterdrückung im alltäglichen Terror der Diktatur erfaßte aber weit mehr Menschen und richtete bei ihnen langlebige Schäden an. Bei denjenigen, die verhört und gefoltert, stigmatisiert, ausgeschlossen oder inhaftiert, wegen ihrer politischen, religiösen oder sexuellen Ausrichtung verfolgt wurden - und bei ihren Angehörigen. Sie alle waren ebenfalls Opfer des Systems.

 

Im Jahre 2000 erklärte das ungarische Parlament den 25. Februar zum Gedenktag für die Opfer des kommunistischen Regimes. An jenem Datum wurde Béla Kovács, seit zwei der Generalsekretär der Unabhängigen Kleinbauernpartei (später Partei der Kleinen Landwirte), 1947 von der sowjetischen Polizei verhaftet und ohne Gerichtsverfahren in die Sowjetunion deportiert. Die Verhaftung des Politikers wie vieler anderer Ungarn, die dem Besatzungsregime als potentielle Feinde erschienen, war der erste Schritt in einer Entwicklung, in der die Kommunistische Partei die Errichtung einer totalen Parteidiktatur anstrebte und für dieses Ziel alle Gegner eliminierte.

Ohne rechtsstaatliches Verfahren wurde er in eines der gefürchteten Lager in Sibirien gebracht, wo er zwanzig Jahre Zwangsarbeit verrichten sollte. Kovács wurde vorgeworfen, er habe eine Verschwörung gegen die Republik geplant. Nach acht Jahren in sibirischen Lagern wurde er 1955 von der Sowjetunion zurück nach Ungarn überstellt. Denn durch den Tod Stalins am 5. März 1953 hatte sich die Situation in der UdSSR entspannt, ebenso im Umgang mit den Feinden der Sowjetunion in den Satellitenstaaten, so daß im April 1956 seine Freilassung erfolgte.

Im ungarischen Volksaufstand des Jahres 1956 war Béla Kovács mitverantwortlich für die Neugründung der Partei der Kleinen Landwirte und dann deren Präsident. Der ungarische Ministerpräsident Imre Nagy ernannte ihn zum Landwirtschaftsminister. Er verhandelte mit János Kádár über einen Ausgleich mit der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei, deren Präsident Kádár war. Nach der Niederschlagung des Volksaufstandes durch sowjetische Truppen zog sich Kovács zuerst einmal aus dem öffentlichen Leben zurück, ehe er 1958 Parlamentsabgeordneter wurde. Die Folgen der Zwangsarbeit in Sibirien gestatteten es ihm jedoch nicht, sein Mandat auszuüben.. Er starb am 21. Juni 1959. (Unter Verwendung von Material aus wikipedia.org und Ungarn heute)

 

K.R.