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HERZLICHSTE GRÜSSE ALLEN UNGARN UND UNGARINNEN ZUM STAATSFEIERTAG DES HEILIGEN STEPHANS AM 20. AUGUST!

Die von dem ungarischen Bildhauer Imre Varga geschaffene Statue des Heiligen Stephans (des - später kanonisierten - ersten ungarischen Königs) fand als Spende ungarischer Pilger anläßlich der Heiligtumsfahrt 1993 seinen Platz vor der Ungarnkapelle am Dom zu Aachen, dem für eine Wallfahrt vorrangigsten Ziel der Ungarn. Foto: Joachim Schäfer (www.heiligenlexikon.de), lizensiert unter CC 4.0

Die von dem ungarischen Bildhauer Imre Varga geschaffene Metallskulptur zeigt fast in Lebensgröße einen alten, hinfälligen, kranken, bemitleidenswerten Menschen, der in gebückter Haltung seinem nicht mehr so fernen Ende entgegensieht. Ein gebrechlicher, mehr noch ein gebrochener Mann, ein König gar: István I. (Stephan I. ca. 973 - 1038) - aber gebrochen von der Gewißheit, daß sein bei einem Jagdunfall ums Leben gekommener Sohn Imre die präsumtive Nachfolge auf dem Königsthron nicht wird antreten können; gebrochen von der allseints kolportieren Erfüllung des angeblichen Wunsches seiner Frau, der bayrischen Adlligen Gisela, zur Festigung des römischen Christentums den  wankelmütigen, dem byzantinischen Christentum nicht abgeneigten nächsten Thronprätenden Vasiul für eine Königswahl untauglich zu machen, indem er diesen geblendet und ihm die Ohren mit glühendem Blei ausgegossen hat, so daß ein venezianischer Verwandter namens Orselo die ungarische Königswürde erlangt; gebrochen auch, weil er sieht und spürt, wie sein Werk einer dauerhaften Christianisierung des ungarischen Königreiches von einerseits unzufriedenen, andererseits den alten paganen Göttern anhängenden Ungarn ("Schwarzen Ungarn") gefährdet ist.

Sein Haupt ist nur mit einem goldenen Reif bedeckt, während er seine Krone in der rechten Hand trägt, überwölbt von seinem durch einen Windstoß angehobenen Mantel. Eiin Bild der "Vanitas", der Vergänglichkeit und Nichtigkeit, die dem einst auftrumpfenden "Ich will" die Demut entgegensetzt. Spätestens durch Altersschwäche demütig geworden, so kommt der König daher mit einem vom Leben gezeichneten Antlitz.

Beachtlich in der damaligen Zeit, aber auch heute noch nachdenkenswert sind König Stephans (Er-)Mahnungen während der Erziehung seines Sohnes Imre zur - später nicht realisierten - Thronnachfolge. Es heißt dort unter anderem:

Geliebter Sohn, Freude meines Herzens, du Hoffnung derer, die nach uns kommen. Ich bitte dich und gebiete dir: Sei nicht nur gütig gegen Verwandte und Angehörige, gegen Fürsten, Führer und reiche Leute, sondern auch gegen Fremde und alle, die zu dir kommen. Taten der Güte führen dich zur höchsten Glückseligkeit. Sei gnädig gegen alle, die Gewalt erleiden, und erwäge dabei immer das Beispiel des Herrn in deinem Herzen: 'Liebe will ich, keine Schlachtopfer.' (Hosea 6, 6) Habe Geduld, nicht allein mit den Mächtigen, sondern auch mit den Machtlosen.

Gäste und Fremde aufzunehmen bringt Nutzen. ... Sie bringen unterschiedliche Sprachen und Gewohnheiten, unterschiedliche Lehren und Waffen mit sich, die alle den Köngishof zieren und groß machen, aber die Auswärtigen in ihrem Hochmut in Schrecken versetzen. Denn ein Reich, das nur eine Sprache, eine Sitte kennt, ist schwach und kraftlos. Darum, mein Sohn, weise ich dich an, für sie mit gutem Willen zu sorgen und sie in Ehren zu halten, damit sie lieber bei dir verweilen, als daß sie sich anderswo niederlassen.

Quelle: Stephan von Ungarn, Monita ad filium c.1.2.10. In: Patrologia Latina 151, Sp. 1275-1246.: Zusammengestellt und übersetzt von Abt em. Dr. Emmeram Kränkl OSB, Lizensiert unter CC 4.0
https://www.heiligenlexikon.de/Orte/GKarte.html?47.978638,11.466579&z=17

 

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EINLADUNG ZUR ERSTEN VORTRAGSVERANSTALTUNG DER DUG NACH DER SOMMERPAUSE AM 26. AUG. 2021, 17.00 Uhr

Donnerstag, 26. August 2021, 17.00 Uhr - 19.00/19.30 Uhr mit Anmeldepflicht und einem der "drei-G-Nachweise" und ansonsten Maskenpflicht!

 

REFERENT: Dr. Kai-Olaf LANG, Stiftung für Wissenschaft und Politik in Berlin

VORTRAG: Innenpolitische Entwicklungen und außenpolitische Herausforderungen in Ungarn im Schatten der Parlamentswahlen 2022

Die Diskussion begleitend, lädt die DUG zu einem Abendimbiß mit Getränken ein.

 

Veranstaltungsort: Separater Veranstaltungsraum im "BERLINER HOF", Hildegardstr. 14 (Ecke Schrammstraße), 10715 Berlin-Wilmersdorf, Tel.: 85 07 28 60

Entfernung zur nächsten Bus-Haltestelle der Linie 101 in der Blissestraße ca. 150 Meter (Haltestelle ist der Birger-Forell-Platz für beide Fahrtrichtungen) oder die U-Bahn-Liniie 7 (zu Fuß ca. 800 Meter Entfernung ab Station Bllissestraße - oder mit Bus 101: mit Fahrstuhl oder über Treppen über den Ausgang Blissestraße ans Tageslicht, von dort 50 Meter Richtung Blissestraße, vor der Commerzbank Bushaltestelle der Linie 101, zweii Stationen bis Birger-Forell-Platz)

 

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist natürlich für unsere Mitglieder, aber auch für interessierte Gäste kostenlos. Sie setzt aber in jedem Fall die vorherige ANMELDUNG unter info@d-u-g.org oder für unsere Mitglieder auch unter 822 16 13 (Anrufbeantworter) voraus. Ferner ist die Teilnahme nur mit Impfnachweis oder mit Nachweis einer Genesung oder eines frischen Coronatests möglich.

 

Weitere Informationen ab Montag, dem 23. August 2021, auf der Unterseite "Veranstaltungen" der DUG-Internetseite,